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Vortrag von und Gespräch mit Dr. Rudolf Tschirbs über die Grubenkatastrophe von Courrières

„Die Grubenkatastrophe von Courrières“ – Vortrag von und Gespräch mit Dr. Rudolf Tschirbs mit Einspielungen aus dem Film „Kameradschaft“ (1931) des Regisseurs G. W. Pabst
Das Grubenunglück von Courrières ereignete sich am 10. März 1906 in der Stadt Courrières im nordfranzösischen Département Pas-de-Calais. Mit 1.099 Toten – darunter viele Kinder – war und ist es bis heute die Bergwerkskatastrophe Europas mit den meisten Todesopfern. Das Unglück hat seinerzeit international großes mediales Echo erzeugt, vor allem auch in Deutschland, da eine Rettungsmannschaft aus dem Ruhrgebiet entsandt wurde. In Frankreich ist die „catastrophe des mines de Courrières“ bis heute vielen ein Begriff, auch wegen der künstlerischen Rezeption. Die erste filmische Auseinandersetzung „Le Feu à la mine“ (ca. 12 Min.) erfolgte bereits 1911. Mit „Sang noir: 1906 La catastrophe de Courrières“ des französischen Comic-Künstlers Jean-Luc Loyer erschien 2013 eine Graphic Novel und 2016 erfolgte sogar eine musikalische Verarbeitung durch den französischen Komponist Thierry Deleruyelle in seinem Stück „Fraternity“. In Deutschland wurde das Unglück 1931 durch Georg Wilhelm Pabst thematisiert im Film „Kameradschaft“, aus dem während des Vortrags Ausschnitte gezeigt werden.
Dr. Rudolf Tschirbs ist Historiker und war bis 2011 Studiendirektor an der Goethe-Schule in Bochum. Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten intensiv mit der regionalen und internationalen Bergbaugeschichte und hat zahlreiche Vorträge mit diesem Schwerpunkt gehalten.
Anmeldung und weitere Infos: www.stadtbuecherei.bochum.de/veranstaltungen
Eintritt kostenfrei