NOS PROMENADES DE QUARTIER DANS BOCHUM AVEC DES CONVERSATIONS EN FRANÇAIS: rétrospective 2025 – Ehrenfeld
Cet exposé a été rédigé par Isabelle Vérin-Mühlenbein et est actuellement disponible seulement en Allemand.
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Spaziergang durch Ehrenfeld am 12.April 2025 – Bericht von Isabelle Vérin-Mühlenbein
Auch wenn unsere Berichte ein wenig auf sich warten lassen, haben wir trotzdem in Kooperation mit der VHS Bochum unsere Spaziergänge durch die Bochumer Stadtteile fortgeführt!
Am 12. April 2025 haben wir den Stadtteil Ehrenfeld erkundet. Die Gruppe war zu unserer Freude sehr groß.
„Das Ehrenfeld“ schaut auf eine über 100 Jahre alte Geschichte zurück und ist ein Teil der Gemeinde Wiemelhausen. Damals war es landschaftlich geprägt mit vielen Bauernhöfen.1876 wurde Bochum zur Kreisstadt. Die Einwohnerzahl stieg stetig und es musste gebaut werden, um Platz für die Arbeitnehmer der Stahlindustrie und der Zechen zu schaffen.1944 wurde Ehrenfeld stark bombardiert.
2 Namen sind für diesen Stadtteil von Bedeutung: der Bauunternehmer Clemens Erlemann und der Eigentümer des „Haus Rechen“ Otto von Schell,
Der Startpunkt unseres Spaziergangs war das Musikforum Anneliese Brost (1026 Plätze, die Marienkirche wurde als Foyer des Forums umgebaut , Eröffnung des Forums am 28.10.2016, German Design Award als Architekturpreis in 2017). Bei großer Hitze haben wir uns auf den Weg gemacht :
*KAP (Konrad Adenauer Platz) mit dem ehemaligen Hauptbahnhof Bochum( seit 1860 mit dem Bahnnetz verbunden). Zerstört 1945. Vorläufig als Rotunde wiederaufgebaut mit den Ruinensteinen und einem eleganten Oberlicht für den Katholikentag von 1949.
2010 Kulturhauptstadt Ruhr: die Rotunde wurde renoviert und 2017 als Kulturtreffpunkt eröffnet.
Der aktuelle Hbf wurde 1957 funktionsfähig.
*Kortumstraße (1200 Meter lang, sechsmal den Namen gewechselt) und Bermuda Dreieck
*Unterführung Nr.1 von 16 mit Lichtinstallationen von verschiedenen Künstlern
*Clemens Straße mit dem Berg Verlag Haus und seit 1998 das Haus der Geschichte.
*Tana- Schanzara Platz : 1956-2006 hat die „Ruhrpott-Duse“ Karriere gemacht.
Bronzeskulptur “auffem Bänksen“ seit 2012. Früher fand an diesem Ort der große Markt von Bochum statt.
*Das Schauspielhaus , ehemalig Apollo-Theater. 6 Regisseure von Saladin Schmitt bis Johan Simons.
Anhand von alten Bildern konnten wir uns vorstellen, wie früher das Lichtburgtheater,
ein der modernsten damaligen Kinos 1929-1933 ausgesehen hatte. Erster Film „ ich
lebe für dich „von Wilhelm Dieberle. Zerstört und durch die Stadtumbaupläne nicht wieder aufgebaut.
* Kammerspiele: früher stand ein Parkhotel mit 100 Zimmern für Gäste des „Haus Rechen“
*Finanzamt : mit Kunstwerk « der rote Balken von Morellet » (2014). Früher stand das Haus Rechen umringt von Wasser und war das Erholungsgebiet der Bochumer
Nach so viel Geschichte ging es im moderatem Tempo der Königsallee entlang (Südseite: bürgerliche Häuser, Nordseite: Verwaltungsgebäude). Leider existiert die Elefantenvilla von der Familie von Schell an der Gilsingstraße nicht mehr, der „private Friedhof“ der Familie liegt aber direkt an der Melanchtonkirche.
Die Sonne hatte es an dem Tag fast zu gut mit uns gemeint… mit Mühe und regem Austausch kamen wir an der Graf-Engelbert-Schule (bekannte Schüler : Otto Schilly und Wolfgang Clement) und an der Schillerschule vorbei und entdeckten nicht einen sondern zwei Löwen: der böse Löwe (1928) mit dem rachegetränkten Spruch „ im Geiste unbesiegt“, der vor Schmerzen gegen den Erzfeind Frankreich heult – heute mit einem neuen Schild versehen „als Erinnerung für die pazifistische Verständigung zwischen den Völkern“ – und…der liebe Löwe vor der Aula der Schule! (soll den Mädchen Mut geben!)
Der Rückweg ging über den schattigen Rechener Park auch „die Lunge Ehrenfeld“ genannt vorbei an der unter Denkmalschutz stehenden Drusenbergschule mit alten Mosaiken und mit bemalter Sporthalledecke.
Letzte Schritte über den Romanusplatz, der erste Kreisverkehr mit damals Brunnen in der Mitte, die Pieperstraße mit dem Verwaltungsgebäude (1908-1910) der Knappschaft und seine interessante Geschichte. Eine ganze Seite des Gebäudes ist mit historischen Archiven gefüllt! 2 Statuen vor dem Eingang stellen einen alten und einen neuen Bergmann dar.
Unsere Tour endete an der Meinolphuskirche bei verdienten Kaffee und Kuchen…
Wir haben viel gelernt…man wohnt nicht in Ehrenfeld aber IM EHRENFELD!
Es war ein langer und schöner Spaziergang für alle. Dann auf zur nächsten Entdeckung im September 2025. Wir freuen uns !
Bochum, Langue française, promenade, promenade de quartier, rétrospective

